Donnerstag, 06. Dezember 2012 11:03

StudentenkreditFür viele Hochschulstudenten gilt heute: Reicht das BAföG nicht, sind Studienkredite die Lösung. Die angehenden Akademiker haben es nicht leicht. Sie müssen nicht nur viel lernen, sondern brauchen auch sehr viel Geld während des Studiums. Die meisten, die in ihrem Traumberuf arbeiten wollen und dafür studieren müssen, sind oft gezwungen, nicht in ihrem Heimatort, sondern in dem jeweiligen Studienort fern von Zuhause ihr Hochschulstudium zu absolvieren, tragen müssen sie dabei erstens die Alltagskosten und zweitens die Kosten für Lernmittel. Hinzu kommen gegebenenfalls hohe Studiengebühren (500 Euro pro Semester in Bayern und in Niedersachsen). Deswegen müssen die Studenten die Frage, wie sie ihre Lebenshaltungskosten während des Studiums bestreiten könnten, rechtzeitig beantworten. Reichen eigene Ersparnisse und die Unterstützung der Eltern dafür nicht aus, können sie BAföG beantragen.


Dass das Studentenleben in Deutschland teuer ist, geht eindeutig aus den Ergebnissen der jüngsten durch das „Deutsche Studentenwerk“ vorgenommenen Sozialerhebung hervor. Laut diesen liegen die Lebenshaltungskosten während des Studiums durchschnittlich bei 757 Euro pro Monat. Berücksichtigt wurden dabei die Ausgaben für Krankenversicherung und Miete, Lebensmittel und Bekleidung, Lernmittel, Telefon und Internet, die Rundfunk- und Fernsehgebühren, die Fahrtkosten und die Kosten für die Freizeitgestaltung. Die Studiengebühren wurden nicht berücksichtigt, weil sich deren Höhen nicht nur nach Studienort (Bundesland) unterscheiden, sondern sogar von Studiengang zu Studiengang variieren. Außerdem steigen sämtliche oben genannten Kosten immer weiter an, sodass die Ergebnisse der Sozialerhebung nicht mehr auf dem neuesten Stand sind.


Das klassische Finanzierungsmodell ist die Kombination BAföG (der staatliche Zuschuss) mit Unterhalt der Eltern, wobei die Unterhaltspflicht auf 670 Euro begrenzt ist. Die staatliche Hilfe ist attraktiver als die Studienkredite, da hier maximal 10.000 Euro zurückzuzahlen sind. Wem diese Finanzierung nicht ausreicht, der kann einen Studienkredit bei der KfW-Bank beantragen, wobei er den Antrag bei zahlreichen Kreditinstituten oder überregionalen Kreditvermittlern stellen kann.


An Studiendarlehen mangelt es in Deutschland mittlerweile nicht. Denn neben den zinsgünstigen Studienkrediten der staatlichen KfW-Bank bieten etliche Kreditinstitute – Banken und Sparkassen – ebenfalls spezielle Kredite für Studenten an. Vorteilhaft dabei ist, dass Studenten auch ohne oder mit minimalen Sicherheiten günstige Konditionen eingeräumt werden. Ab April 2013 bietet die KfW-Bank zudem Studienkredite für Hochschulabsolventen, die postgraduale Studiengänge (Aufbaustudium oder Promotion) finanzieren möchten.


Einen Studienkredit zu bekommen, ist inzwischen relativ einfach, und das für bis zu 14 Semester. Hilfreich sind die „Tipps zur Studienfinanzierung“, die Bundesagentur für Arbeit in einem Flyer zusammengefasst hat. Damit der frischgebackene Akademiker nicht mit einem Schuldenberg sein Berufsleben startet, um diesen bis zu 25 Jahren lang abtragen zu müssen, rät die BfA auch einen Nebenjob in Erwägung zu ziehen, soweit das Studium es erlaubt.


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